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Wolfgang Schreyer 1947: Was ist Demokratie?

14. Januar 2018   —   Vor wenigen Tagen habe ich die Arbeit an einem neuen Buch abgeschlossen, das im April erscheinen wird: „Die Angst der Eliten. Wer fürchtet die Demokratie?“ Während der Arbeit starb Ende letzten Jahres mein Vater, kurz vor seinem 90. Geburtstag, und mir fiel ein Aufsatz von ihm in die Hände, den er im Sommer 1947, im Alter von 19 Jahren, verfasst hatte. Die 13 eng beschriebenen Schreibmaschinenseiten tragen den Titel „Was ist Demokratie?“ Der Text ist nie veröffentlicht worden, vielleicht fand mein Vater ihn später nicht mehr gut genug, ganz sicher ist es schwer vorstellbar, dass er zu DDR-Zeiten publiziert worden wäre, da dieser Essay das westliche und das sowjetische politische System einander gegenüberstellt und beide kritisch betrachtet. Hier weiterlesen

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Wolfgang Schreyer gestorben

Am 14. November 2017, wenige Tage vor seinem 90. Geburtstag, starb Wolfgang Schreyer in seinem Haus in Ahrenshoop im Kreise seiner Familie. Nach einem mehrjährigen Krebsleiden ist sein Wunsch, selbstbestimmt zu sterben, in Erfüllung gegangen. Die Trauerfeier findet im engsten Familienkreis statt.

Erinnerungen an Kurt Maetzig

Anmerkung: Dieser Text von Wolfgang Schreyer erschien zuerst 2012 im Magazin „Ossietzky“.

Von ihm wußte man: Er hat an der Sorbonne studiert, seine jüdische Mutter im Krieg verloren, danach die DEFA-Wochenschau mit dem Motto gestartet: »Sie sehen selbst, Sie hören selbst – urteilen Sie selbst.« Propagandistische Einfalt klingt anders. Er wollte stets erkennen, was die Welt im Innersten zusammenhält. Ihn zog es hin zu der neuen Gesellschaft, die im deutschen Osten entstehen sollte. Daß westwärts Altnazis wieder hoffähig wurden, ließ mögliche Zweifel am Kurs der DDR verblassen. Weiterlesen „Erinnerungen an Kurt Maetzig“